Montag, 25.03.2013

Die letzten Wochen sind angebrochen...

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, ihr, die trotz meiner chronischen Schreibausfaellen immer wieder in meinen Blog schaut.

Am 15. April wird mein letzter Arbeitstag im Projekt in Pomabamba sein und damit auch meine Zeit bei meiner Gastfamilie und meinen Freunden in Cajamarca enden. Das wird sehr schwerer Abschied fuer mich, denn das Projekt, Pomabamba, Cajamarca und die ganzen Leute die hier kennengelernt habe, sind mir stark an Herz gewachsen. Naja, drei Wochen bleiben mir ja noch und ausserdem werde ich ganz bald wieder hierher zurueckkehren!

Seit Anfang Maerz arbeiten wir wieder wie im letzten Jahr. D.h. morgens kommen die lieben, schreienden, tobenden, suessen Kleinen und nachmittags das Gleiche in gross :) Wir, das heisst auslaendische und lokale Freiwillige und lokale Arbeiter, haben uns vorgenommen, die Idee der Escuela Campesina Alternative (frei uebersetzt, Alternative Schule auf dem Land) noch staerker in der taeglichen Arbeit mit den Kindern umzusetzten. Beispielsweise bedeutet das, dass wir unser Gelaende verstaerkt zur Produktion von Mais, Linsen, Salat etc. nutzen wollen und auch mit den Kindern noch mehr Dinge produzieren moechten, bspw. Bastelarbeiten, um finanziell unabhaengiger zu sein.
Das Ganze ist ein schwieriger, aber zugleich sehr spannender Prozess, den ich gerne noch laenger begleiten wuerde.

Linsenernte - alle helfen mit!
Maisernte mit der Machete

Parallel realisieren wir zwei spezielle Projekte. Das Projekt mit den Geschichten von den Grosseltern, erzaehlt durch die Kinder, ist gut vorangekommen. Im Moment sind wir dabei, die Geschichten ein bisschen zu frisieren, um sie "lesbar" zu machen, ohne natuerlich den Sinn zu veraendern. Danach werden wir mit den Kindern passende Bilder zu den Geschichten malen. Und dann haben wir eigentlich alles, was man fuer ein Buch braucht! Ob wir das dann tatsaechlich in den Druck geben (sau teuer!) oder ob die Kinder die Geschichten in Schoenschrift auf (selbst)recyceltes Papier bringen und wir das Ganze dann zusammenbinden, ist noch unklar. Aber das ist Schnee von morgen...

beim Geschichtenerzaehlen...

Das andere Projekt war und ist der Aufbau einer lokalen Freiwilligengruppe, d.h. Jugendliche und junge Erwachsene, die gerne einmal die Woche in einem unserer Projekte arbeiten moechten und darueber hinaus Interesse an Treffen mit den anderen Freiwilligen haben. Nach dem Werben in den Unis hier und bei Bekannten und einigen Treffen, koennen wir stolz behaupten, dass sich nun einige Chicas (ich habe mich schon uneigennuetzigerweise als Betreuer fuer die Chicas angeboten) und Chicos gefunden haben, die uns unterstuetzen werden. Das ist fuer das Projekt natuerlich eine tolle Hilfe und auch fuer die Jugendlichen eine Moeglichkeit, sich zu engagieren, neue Leute kennenzulernen und ueber verschiedene Themen zu diskutieren.
auslaendische und lokale Freiwillige bei kuenstlerischer Betaetigung

Soweit zum Projekt. Anfang Maerz hatten wir ein Seminar, wieder mit Alfredo und Isabel. Leider war das fuer mich und Lydia schon so etwas wie ein Evaluationsseminar. Die Tage waren arbeitsintensiv und sehr interessant, haben mir aufgezeigt, was ich gut gemacht habe und wo meine Fehler lagen und mir Lust auf mehr gemacht... Der Spass kam natuerlich auch nicht zu kurz und auf einem Spaziergang konnte ich Bekanntschaft mit einem Skorpion machen.

Das waren so die letzten vier Wochen projekttechnisch gesehen. Abseits davon geniesse ich natuerlich die Zeit mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden hier, teste die ein oder andere Bar und versuche alles zu tun, was ich mir noch vorgenommen habe - eigentlich unmoeglich... aber wie der Che Guevara (auch in Peru sehr bekannt und bewundert) so schoen gesagt hat: Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmoegliche.

Ich hoffe, ihr seid jetzt wieder einigermassen auf dem Stand der Dinge. Wenn ich jedoch alle Erfahrungen und Erlebnisse, die ich hier mache, zu Papier (bzw. zu Bildschirm) bringen wollte, braeuchte ich mindestens 25 Stunden am Tag.
Wer es genau wissen will, kommt einfach mal nach Peru :)

Liebe Gruesse!

zeitlose Mode - Ponchos

Sonntag, 17.02.2013

Wie schnell drei Monate umgehen koennen...

Ich melde mich mal wieder aus dem sonnigen Cajamarca, wo es eigentlich - da wir in der Regenzeit sind - den ganzen Tag schuetten sollte.
Die "vacaciones útiles", also die Ferienkurse im Projekt neigen sich dem Ende zu, da im Maerz ja wieder die Schulzeit beginnt.
Mir geht es, gleich dem Wetter, blendend. Leider bleibt mir nicht mehr viel Zeit, im April ist meine Projektzeit schon vorueber.

Bis dahin moechten wir aber noch ein Projekt mit den Kindern realisieren. Wir moechten ein Buch mit Geschichten aus dem Dorf Pomabamba und der Region mit passenden Bildern herstellen. Die Idee ist, dass die Kinder sich von ihren Grosseltern, Eltern oder sonstigen Verwandten Geschichten erzaehlen lassen und diese dann uns erzaehlen. Wir nehmen dies auf und tippen es ab. Zu den Geschichten malen die Kinder dann Bilder. So ist grob der Plan. Mal schauen wie sich das ganze entwickelt, ich freue mich jedenfalls sehr darauf.

In den naechsten Tagen werde ich auch noch ein kleines Video hier reinstellen, in dem ich ein bisschen erzaehle.

Bis dahin!

Donnerstag, 08.11.2012

Das Festival de Pan am 03. November

...war das Ende einer aufregenden, tollen Woche.

Von Montag bis Mittwoch haben wir relativ normal mit den Kindern gearbeitet.
Nebenbei liefen aber die ganzen Vorbereitungen fuer unser kleines Festival. Das
hiess fuer uns, den Tanz mit den Kleinen und das Theater mit den Grossen zu
ueben und fuer mich, meine PowerPoint ueber Pomabamba, die Casita und das
"Brotmachen" auf dem Land voranzubringen.
Um Infos und Fotos fuer diese Praesentation zu sammeln, durfte ich am Donnerstag dann einen Tag bei einer Familie in Pomabamba verbringen und ihnen helfen, das Brot zu machen. Dies war eine wirklich tolle Erfahrung fuer mich. Statt Motorsaege und Elektroofen
wurden Handsaege und Steinofen benutzt; und vielleicht deshalb war es gerade so
schoen. Alles wurde sozusagen mit der Hand gemacht, ohne technische
Hilfsmittel. Der Onkel mit dem ich dann am Ende das Brot aus dem Ofen holte,
meinte nur: "Das ist noch Natur, wie wir hier leben und arbeiten."
Das war es wirklich und erwartungsgemaess war ich am Ende des Tages erschoepft,
aber gleichzeitig sehr zufrieden. Im Vordergrund stand zwar das Brot, welches
den Toten an Allerheiligen dann dargebracht wird, doch war es auch ein kleines
Familienfest, mit gutem Essen und vielen Lachern.
1. Feuerholz machen 2. Teig praeparieren 3. Das Brot im Steinofen backen 4. Essen!

Am Freitag waren Sarah, Wiebke und ich dann die Felsformationen "Cumbe
Mayo", welche so etwas wie das "Naturwahrzeichen" von Cajamarca darstellen, besuchen. Erstmal ging es mit dem Taxi auf 3200m Hoehe. Bei windigen Verhaeltnissen konnten wir dann auf einem riessen Gebiet verschiedene Formationen bewundern, auf diesen herumklettern, uns durch sie durschlaengeln. Cumbe Mayo gilt seit jeher als heilige Staette, manche munkeln hier, dass das auch ein Landeplatz fuer Ausserirdische sei. Diese haben wir zwar nicht gesehen, aber mit etwas Fantasie konnten wir sehr wohl Gesichter und ganze Figuren in den Felsen entdecken. Wie auch auf dem Quayaqpuma, gibt es hier Steinbemalungen, die tausende von Jahren alt sind. Aber warum erzaehle ich euch das alles, wenn Bilder doch mehr als tausend Worte sagen:

Den Weg zurueck haben wir Profiwanderer in laeppischen drei Stunden zu Fuss bewaeltigt. Als wir dann fast im Haus waren, hat sich ein Regen ueber uns ergossen, welcher uns in 2 Minuten klatsch nass machte. Jetzt kann man sich natuerlich darueber streiten, ob wir Glueck hatten, da uns der Regen nicht frueher erwischt hatte oder Pech, weil er das kurz vor unserer Haustuer getan hat. Jedenfalls war das ein schoener kleiner Ausflug.

Am Samstag stand dann das Festival an. Fuer Musik und die Praesentation war natuerlich Strom von Noeten. Die Casita hat auch normalerweise Strom, ganz selten faellt dieser aus, also kein Problem... "ganz selten" traf leider auch auf diesen Samstag zu. Nach dem ersten Schock haben wir dann die halbe Welt in Bewegung gesetzt und letztendlich brachte dann Alfredo Verlaengerungskabel und das Nachbarhaus der Casita den Strom. Nochmal gut gegangen!
Wir brauchen Strom! Kleine Vorlesung... Und das Theater (Im wahrsten Sinne des Wortes: Pssst, Mario, du bist dran! - Nein du, Michel!
Nachdem die Leute aus Cajamarca dann mit Verspaetung kamen, begann das Ganze. Nach der Begruessung, folgte eine Exkursion durch Pomabamba. Danach gab es den Tanz und das Theaterstueck. Anschliessend meine Praesentation und einen Rundgang durch das Gelaende der Casita. Schlussendlich konnten die Leute aus Cajamarca das selbstgemachte Brot, Fruechte und andere koestliche Dinge bei den Mamas aus Pomabamba kaufen. Danach war alles auch schon wieder herum. Trotz kleiner Schwierigkeiten lief alles super. Und ich glaube, die Leute der Stadt haben sehen koennen, dass die Casita ein tolles Projekt und Pomabamba eine tolle Comunidad auf dem Land ist.

Das war also die vergangene Woche. Ab der naechsten beginnen wir, die Sachen fuer den Weihnachtsverkauf herzustellen, was, Geruechten zu Folge, ein riessen Ding mit vieeel Arbeit wird.
Dann mal los!

Gruesse aus dem verregneten Cajamarca.
David

Montag, 29.10.2012

Der Oktober neigt sich dem Ende zu...

mein dritter Monat in Peru also, was gleichzeitig bedeutet, dass 1/3 meiner Projektzeit schon fast rum ist. Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Und da ich es nicht zeitiger geschafft habe, ist es jetzt hoechste Zeit also fuer einen Rueckblick auf diesen Monat. Zeit.

Gleich zu Beginn diesen Monats hatten wir unser erstes Seminar. Wir, das heisst, Lydia, Sarah, Wiebke und meine Wenigkeit; geplant und durchgefuert wurde das Seminar von unserem Allround-Ansprechpartner und Projektbegleiter Alfredo, unterstuetzt wurde er von unserer Koordinatorin Isabel. Fuer das Seminar fuhren wir die kurvenreiche Strecke bis zur Kueste, um dort ein paar Tage auf einem kleinen Landgut zu verbringen.
Da sind wir wohl gerade auf dem Dach einer Kolonialkirche zu sehen!
Wir begannen mit grossen Themen wie "die Geschichte und Kultur Perus" und arbeiteten uns ueber die Minenproblematik und das Bildungssystem bis hin zu unseren Projekten "La Casita" in Pomabamba und "La Esperanza" in Cajamarca, vor. Dabei war es keinenfalls so, dass Alfredo von morgens bis abends irgendwelche Vortraege gehalten hatte und wir halt zuhoerten. Ganz im Gegenteil! Ob in Gruppen oder Einzeln, in Diskussionen oder Briefen, im Haus oder waehrend der Autofahrt - wir Freiwillge haben alle Themen, zusammen Alfredo und Isabel, erarbeitet. Zudem machten wir einige Ausfluege, unter anderem zu Ausgbrabungsstaetten und einer alternativen Schule. Die Umgebung, die Themen und meine Mitteilnehmer am Seminar waren eine geniale Mischung. Dies fuehrte zu tiefgruendigen Gespraechen bis in die Nacht, ebenso zu vielen Lachern und Spaessen schon im Morgengrauen.
Gutes Essen gab es natuerlich auch immer...
Den letzten Tag verbrachten wir wieder in Cajamarca zusammen mit allen Teammitgliedern der Casita und der Esperanza, die kamen, um zusammen konkret ueber Moeglichkeiten und Perspektiven der Projekte zu sprechen. Dies fand ich sehr wichtig. Denn nur im Team, sprich wir auslaendische Freiwillige und die lokalen Mitarbeiter, koennen wir wirklich etwas erreichen.
Ich hatte nach dem Seminar nicht das Gefuehl, dass ich nun wahnsinnig mehr weiss, als vorher. Jedoch hatte ich ganz stark das Gefuehl, fast schon die Gewissheit, dass ich nun ein Stueckchen mehr die Realitaet, das Leben der Menschen in Peru, im ganzen Kontinent verstanden habe. Und dass das fuer die naechsten Monate hier sehr wichtig sein wird

Nach diesem Seminar bin ich also positiv geladen ins Projekt zurueckgekehrt. Sprich, mit wahnsinnig vielen Eindruecken, Ideen und Veraenderungswuenschen. Vorallem aber mit der Sicht, dass das ein tolles und wichtiges Projekt ist und mit dem Vorhaben, mich nun noch mehr reinzubeissen. Actio = reactio. Das Projekt hat mich also nun seinerseits gepackt und will mich nicht mehr loslassen.
Was das nun konkret heisst, weiss ich noch nicht so genau. Jedoch zeigt sich das Ganze schon darin, dass ich mir auch nach der Arbeit ganz viele Gedanken ueber das Projekt und seine Moeglichkeiten mache. Ausserdem fuehrt das dazu, dass ich gerade meine Kraft und Zeit mit voller Begeisterung in die Vorbereitung des kleinen "Festival de Pan" (Pan = Brot) stecke, welches am 03. November stattfindet und fuer welches Leute aus Cajamarca nach Pomabamba kommen. Im Prinzip geht es hier um drei Dinge. Erstens will sich die Casita, also wir und unsere Arbeit, vorstellen. Zweitens soll den Gaesten die kleine Comunidad auf dem Lande Pomabamba mit ihren Menschen und ihrer tollen Kultur naeher gebracht werden. Und drittens koennen die Mamas von Kindern der Casita selbstgebackenes Brot und andere Erzeugnisse verkaufen und so ein bisschen Geld verdienen.
Ich selbst bereite mit Lydia eine 20-minuetige PowerPoint-Praesentation ueber diese drei Dinge vor, welche ich dann wohl oder uebel auch vor allen halten darf... auf Spanisch versteht sich.
Ich werde euch auf jeden Fall berichten, wie es war!

Wie ihr seht, war und ist im Oktober viel los und der November verspricht mit dem Festival und der Weihnachtsvorbereitung auch alles andere als Langweile.

Wer Fragen, Wuensche, Anregungen oder anderes auf dem Herzen hat, kann mir gerne eine E-Mail schreiben.
david.kuhn@posteo.de


Bis bald!
Rotznase...

Mittwoch, 19.09.2012

Seit meinem letzten Blogeintrag...

ist viel Zeit vergangen und daher auch viel passiert hier in Peru. Die tagliche Arbeit im Projekt ist immer noch interessant, denn neben dem Alltag werden wir durch Projekte, Feste und dem vorsichtigen Blick auf Weihnachten staendig vor neue Herausforderungen gestellt. Daneben versuessen kurze, aufregende Ausfluege in die Umgebung oder lange, ruhige Abende in einem Café in Cajamarca die Zeit hier.
Mit dem Spanisch komme ich immer besser zurecht, wenngleich es immer wieder Situationen gibt, in denen ich buchstaeblich nur Spanisch verstehe. Und wenn ich mit ab und an mit jemandem Englisch sprechen moechte, kann auch mal einen Deutsch-Spanisch-Englisch-Mix aus meinem Mund kommen, denn drei Sprachen im Kopf ist irgendwie zu viel auf einmal.
Der heutige Regen war ein Anzeichen dafuer, das solangsam leider die Trockenzeit, welche gleichbedeutend mit ueberwiegend Sonnenschein und angenehmen Temperaturen ist, sich dem Ende zuneigt und sich die Regenzeit, erwartungsgemaess regnet es da den ganzen Tag, poco a poco anpirscht. Aber wie sagt man hier so schoen: ¡Vamos a ver!
Vielleicht ist das taegliche Mittagsschlaefchen in der Sonne von Pomabamba noch ein paar Wochen drin.

In diesem Sinne,
bis demnaechst!

3120 Meter ueber dem Meer... 

Sonntag, 26.08.2012

Das Projekt in Pomabamba

...ist ja der eigentliche Grund, wieso ich in Peru bin und auch die Sache, mit der ich am meisten Zeit verbringen werde. Nach der ersten "richtigen" Woche im Projekt habe ich nun eine Vorstellung, was wir so die naechsten neun Monate so anstellen werden.

Um von gaaanz vorne anzufangen:
YAP-CFD ist meine Entsendeorganisation in Deutschland. YAP hat im Prinzip nichts mit den Projekten direkt zu tun, sondern kuemmert sich um die allgemeine Vorbereitung auf das Auslandsjahr. Das geht von Auswahl- und Vorbereitungsseminaren, ueber Vermittlung zu den Partnerorganisationen, bis hin zur Buchung der Fluege. Die Partnerorganisation von YAP in meinem Projekt nennt sich Nuevos Horizontes und arbeitet von Deutschland aus. Sie kuemmert sich hauptsaechlich um die finanzielle und ideelle Unterstuetzung meines Projekts. In Peru wiederum haben wir es mit der Organisation ACIES zu tun, dessen Direktorin Isabel ist. ACIES ist fuer die Koordination des Projekts in Pomabamba (in dem Lydia und ich arbeiten werden) und des Projektes mit dem Namen "Esperanza" in Cajamarca (Arbeitsstaette von Wiebke und Sarah) zustaendig.
Bei so vielen Organisationen und Zustaendigkeiten kann es natuerlich auch das ein oder andere Mal zu Kommunikationsschwierigkeiten und Missverstaendnissen kommen...

Nun aber endlich zu unserem Projekt in Pomabamba!
Fuer uns geht es jeden Morgen um 8:00 Uhr mit einer Combi los nach Pomabamba, einem kleinen Dorf ausserhalb von Cajamarca.
Wir steigen dann nach ca. 25 Minuten Fahrt in der "curva" (=Kurve, spricht sich wie der polnische Kraftausdruck...) aus und haben dann einen kleinen Mount Everest zu erzwingen. Nach ca. 20 Minuten kommen wir dann voellig erschoepf und ausgebrannt (okay, ich uebertreibe ein bisschen... aber es ist echt steil!) an unserem Projektort, auch liebevoll La Casita (=Das Haeuschen) genannt, an.
   Die Fahrt in der Combi, manchmal mit fuenf, manchmal mit 30 Personen, bei ca. 15 Sitzplaetzen...
steeeeeeeeeeil!
Maehhhhh, Muuuuuuh, Iiiaaaaah
Um 9:00 Uhr kommen dann die Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Das ganze laeuft dann aehnlich wie ein Kindergarten ab. Wir spielen mit ihnen, machen einfache Schreib- und Rechenaufgaben, basteln, essen, und, und, und. Die Kinder sind echt suess und teilweise total schuechtern. Lydia und ich unterstuetzen dabei morgens Norma und Hortencia, die beiden Erzieherinnen. 


Um 12:00 Uhr gehen die Kinder wieder nach Hause und wie koennen drei Stunden lang unser mitgebrachtes oder selbstgemachtes Mittagessen geniessen, lesen oder einfach in der Sonne doesen. Natuerlich nutzen wir diese Zeit auch, um unsere Projekte vorzubereiten, die wir dann mit der Nachmittagsgruppe durchfuehren. Diese kommt von 15 - 17:00 Uhr und besteht aus Kindern zwischen sechs und 14 Jahren, welche morgens eine normale Schule besuchen. Wir unterstuetzen sie zusammen mit Hortencia und Gabriel, ein Lehrer, der nachmittags fuer Norma kommt, beim Erledigen der Hausaufgaben. Nach ungefaehr einer Stunde beginnen Lydia und ich mit unserem Projekt. Dabei bekommen wir ein Thema, diese Woche "La diferencia entre Alemania y Perú" (=Der Unterschied zwischen Deutschland und Peru), von Isabel vorgegeben und haben freie Hand, wie wir das mit den Kindern erarbeiten. Das schliesst schreiben, basteln, spielen, kochen und vieles mehr ein. Das Ganze ist eine richtig tolle Sache, da wir Freiwillige hier Eigeninitiative zeigen koennen (und muessen) und so unsere eigenen Ideen in das Gesamtprojekt in Pomabamba einbringen koennen.
Um 17:00 Uhr gehen alle nach Hause. Fuer Lydia und mich bedeutet das, den gleichen Weg wieder zurueck zu laufen, dieses Mal bergab, und mit der Combi nach Cajamarca zu fahren, wo wir dann kurz nach 18:00 Uhr wieder in unseren Gastfamilien sind.

Von Montag bis Freitag kommen morgens immer die Kleinen, von Montag bis Donnerstag am Nachmittag immer die Grossen, Freitagnachmittag haben wir immer ein Treffen in der Esperanza in Cajamarca mit Isabel, Norma, Hortencia, Gabriel und Nancy, der paedagogischen Leiterin der Projekte, um ueber die Inhalte der kommenden Woche zu sprechen.

Der Samstag ist besonders, da hier sowohl die Kleinen, als auch die Grossen den ganzen Tag in der Casita sind. Es gibt immer ein Projekt, an dem ein paar Samstage lang gearbeitet wird, im Moment werden Fussbaelle aus Wolle gestrickt bzw. gehaeckelt, das habe ich als Handarbeiten-Amateur noch nicht erkannt, aber eines Tages werde ich auch dieses Geheimnis gelueftet haben. Bei der Durchfuehrung wird sehr viel Wert auf Spiel und Spass gelegt und es gibt auch immer ein gemeinsames Mittagessen. Dieser Tag ist wirklich toll und macht sowohl en Kindern als auch uns Lehrern, die Kinder nennen uns immer so, viel - sorry fuer die Wiederholung - Spass!

Und da wir eben samstags auch im Projekt arbeiten, hat Lydia immer mittwochs ihren freien Tag und ich donnerstags.

Soviel zum Projekt, ich hoffe, ihr habt jetzt einen kleinen Einblick ueber meine taegliche Arbeit. Ich werde natuerlich immer wieder ueber Fortschritte, Neuerungen und auch Schwierigkeiten berichten, halte euch, wie man ja so schoen sagt, auf dem Laufenden.

Offensichtlich schmeckt´s!

Montag, 20.08.2012

Vier Gringos ueber Cajamarca...

...vier Gringos ueber Cajamarca

Montag, 20.08.2012

Ja, es wird mal wieder Zeit fuer einen Eintrag...

Diese Woche ging schneller rum, als ich Zeit gefunden haette, ins Internet zu gehen.
Oder so.
Jedenfalls haben wir viel Einfuehrung in die Projekte bekommen und noch mehr neue Leute kennengelernt. Solangsame akklimatisiere ich mich auf 2700 Hoehenmetern (d.h. nicht mehr jeder Spaziergang ruft Atemnot hervor) und auch sonst komme ich poco a poco in Cajamarca an.
Lydia und ich werden ab morgen in Pomabamba ganztaegig mit den Kindern arbeiten. Das geht von Spielen, ueber Mathematik, bis hin zu Projekten, die Lydia und ich durchfuehren werden. Wie das alles genau aussieht, werde ich nach dieser ersten Woche mal genauer beschreiben.

Und da ich an meinem ersten Arbeitstag fit sein moechte, hau ich mich jetzt lieber mal auf´s Ohr.

Gruesse!

PS: Das Bild zeigt Sarah, Wiebke, Lydia und mich ueber unserer Stadt Cajamarca.

Sonntag, 12.08.2012

Ich bin da!

Hallo an alle!

Ein ganz kurzer Eintrag aus Cajamarca. Ich bin hier gut angekommen und fuehle mich wohl. Die Leute hier sind sehr umgaenglich und unkompliziert.
Bis Ende naechster Woche ist die Einlaufphase mit Sprachunterricht, "Reinschnuppern" in die Projekte, viele Leute kennenlernen und, und, und. Danach geht es richtig los.
Ich werde die naechsten Tage mal einen ausfuehrlicheren Eintrag schreiben.

Bis dahin,
David

Dienstag, 31.07.2012

Packen, Organisieren, Einkaufen...

Am Freitag ist es soweit: Mein Abenteuer in Peru beginnt!
Doch bis dahin muss noch Vieles organisiert, geklärt und eingekauft werden. Und am Ende muss auch noch alles in meinen Rucksack passen.

Dann mal los...

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